3 Gründe, warum Ärzte bloggen sollten

3 Gründe, warum Ärzte bloggen sollten

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    Arzt-Websites besitzen leider viel zu selten einen Informationsgehalt, der über den einer Visitenkarte maßgeblich hinausgeht. Aber es gibt auch positive Beispiele. Warum es sich für Ärzte lohnt, ein Weblog zu betreiben? Drei gute Gründe.

    1. Patientengewinnung: Patienten suchen vermehrt im Internet nach Gesundheitsinformationen, wie Studien belegen, und werden so auf den bloggenden Arzt bzw. die bloggende Ärztin bzw. das Praxisteam aufmerksam. Die eigene Sichtbarkeit im Web zu erhöhen, ist wohl der wichtigste Grund, warum Ärzte bloggen sollten. Durch regelmäßige Beiträge zu relevanten Gesundheitsthemen finden Patienten die Arzt-Website. Was Ärzte dabei beachten sollten, schreibt die Bundesärztekammer in ihrem Leitfaden.

    2. Vertrauensbildung: Ein Weblog kann Patienten einen Einblick in die Arbeit des Arztes und seines Teams gewähren (Praxisteam vorstellen, Praxisalltag zeigen), sie von der Qualität der Praxis und des Fachpersonals überzeugen (Ärzte interviewen zu ihrem Werdegang und Spezialisierungen), das Leistungsspektrum aufzeigen (Untersuchungen, Geräte, Services vorstellen, vergleichen etc.) sowie allgemeine Patienteninformationen geben (über Untersuchungsmethoden, Chancen, Risiken, Trends aufklären). Wenn der Arzt-Blog darüber hinaus noch häufige Fragen der Patienten beantwortet und ihnen in einem echten Dialog auf Augenhöhe begegnet, erhöht das die Reputation des Arztes und baut Vertrauen auf. Viele weitere hilfreiche Marketing-Tipps finden Ärzte im Weblog von Praxisberater Klaus-Dieter Thill.

    3. Profilbildung: Mit einem eigenen Blog kann sich ein Arzt von seinen Kollegen abgrenzen, seine individuellen Alleinstellungsmerkmale darstellen und so sein persönliches Profil schärfen. Ein Best-Practice-Beispiel ist Video-Blogger Dr. Johannes. Mit eigenem Corporate Design, charmanter Erklärweise und hilfreichen Tipps zu Themen, die Patienten bewegen und am Puls der Zeit sind (z.B. „Was tun gegen den Smartphone-Nacken?“) hat sich der Video-Blog von Dr. Johannes Wimmer mittlerweile zu einem ausführlichen Video-Magazin entwickelt, indem auch Gast-Experten zu Wort kommen. Die Inhalte verteilt Dr. Johannes natürlich auch über Social-Media-Kanäle wie Facebook und Twitter. So viel Engagement zahlt sich aus. Der Arzt aus Hamburg wird gerne von Journalisten zum Thema Internet-Medizin interviewt, spricht auf vielen Konferenzen über eHealth und kooperiert mit einer großen Krankenkasse. 

    Ich bin mir sicher, dass es Ärzte mit eigenem „Content Hub“ (ob wir es nun Blog, dynamische Website, Online-Magazin oder wie auch immer nennen) leichter haben, ihre gesamten Marketing-Aktivitäten zu steuern. Einmal erstellt können die Inhalte für andere Kanäle (Social Media etc.) adaptiert werden und sogar als Vorlage für Broschüren und Flyer dienen.

    Website, Weblog, Online-Magazin, Content Hub… – die Übergänge sind meiner Meinung nach fließend, alle Inhalte eines Unternehmens müssen bei der Content Marketing Strategie bedacht werden. Für unsere Corporate und Produkt-Websites setze ich auf Mischformen, die sich entwickeln dürfen und nicht starr getrennt sind. Übersichtlichkeit bringen die nach Beitragsart (Erfahrungsberichte, Ratgeber etc.) und Themen (eHealth etc.) sortierten Kategorien hinein. Hauptsache ist doch, dass alle Websites dynamisch sind, also mit neuen Inhalten gefüttert werden, welche der adressierten Zielgruppe idealerweise einen echten Mehrwert bieten. Es ist sicher kein Zufall, dass sich eines der meist genutzten Content-Management-Systeme aus einer Blog-Software heraus entwickelt hat. 

    Inspiriert zu diesem Blog-Beitrag hat mich die Blogparade „Content-Marketing und Corporate Blogs 2015“ von PR-Blogger Klaus Eck.

     

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