Bitkom Studie: Deutsche sind offen für Digital Health

Bitkom Studie: Deutsche sind offen für Digital Health

    von -

    Die Bundesbürger sind der Digitalisierung im Gesundheitswesen gegenüber, auch wenn es um ihre Patientendaten geht, positiv eingestellt. Das zeigt eine Bitkom Studie.

    32 Prozent der Befragten gaben an, Untersuchungsergebnisse wie beispielsweise MRT-Befunde schon einmal auf CD bekommen zu haben, weitere 43 Prozent würden die Resultate künftig gerne digital erhalten. Das ergab eine Umfrage, die der Digitalverband Bitkom zusammen mit der Bayerischen TelemedAllianz (BTA) durchgeführt hat. Knapp 60 Prozent möchten die elektronische Patientenakte nutzen. 74 Prozent der Deutschen will selbst darüber bestimmen, welche Ärzte auf ihre digitalen Patientendaten zugreifen dürfen. 60 Prozent geben aber auch an, dass sie damit einverstanden wären, dass behandelnde Ärzte die Daten einsehen und an andere behandelnde Ärzte weitergeben. 32 Prozent würden diese Entscheidung auch an Familienangehörige übertragen. Nur 24 Prozent hingegen wären damit einverstanden, dass die Krankenkasse die Gesundheitsdaten kontrolliert.

    Gesundheits-Apps und eHealth Services auf dem Vormarsch

    Bereits 45 Prozent aller Smartphone-Besitzer nutzen Gesundheits-Apps. Diese zeichnen Körper- und Fitnessdaten auf, um die eigene Gesundheit zu verbessern. Weitere 45 Prozent können sich vorstellen, solche Apps in Zukunft zu nutzen. Aber auch praktische Digital Health Services wie die Online-Terminvereinbarung oder die Online-Terminerinnerung schätzen die Bundesbürger: 18 Prozent haben bereits online einen Arzttermin vereinbart, 40 Prozent können sich vorstellen, dies künftig zu tun. 14 Prozent werden bereits per SMS oder Email an Termine und Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt erinnert, 45 Prozent wünschen sich diesen zusätzlichen Service für die Zukunft.

    Telemedizin für Patienten gut vorstellbar

    Aber auch Szenarien, die noch etwas weiter in der Zukunft liegen, stehen die Deutschen gegenüber offen: 48 Prozent können sich vorstellen, sich von Spezialisten, die aus der Ferne unterstützt werden, operieren zu lassen. Auch die Konsultation von Ärzten und Spezialisten im Ausland, etwa um eine Zweitmeinung einzuholen, können sich 45 Prozent vorstellen. Jedoch halten nur 31 Prozent die telemedizinische Überwachung des eigenen Gesundheitszustands künftig für denkbar.

    Viele Deutsche informieren sich im Internet über Gesundheit

    88 Prozent informieren sich zu Gesundheitsthemen, mehr als die Hälfte nutzt dafür das Internet. Jeder fünfte Internetnutzer recherchiert sogar mindestens einmal im Monat online zu Gesundheitsthemen. 51 Prozent informieren sich auf allgemeinen Gesundheitsportalen, aber auch auf Webseiten von Krankenhäusern (31 Prozent) oder von Ärzten (26 Prozent). 61 Prozent der Befragten erhielten bei ihrer Internetrecherche zu Gesundheitsthemen wertvolle Tipps. 48 Prozent sind der Meinung, dass ihnen das Internet dabei hilft, souveräner gegenüber dem Arzt aufzutreten. Und jeder Dritte versteht dadurch sogar seinen Arzt besser. Diese Online-Recherche hat Konsequenzen. 20 Prozent wurde von ihrem Arzt schon ein Medikament oder eine Therapie verschrieben, weil sie nach einer Internetrecherche darum gebeten haben. 12 Prozent haben schon ganz auf die Einnahme eines Medikaments verzichtet, nachdem sie im Internet dazu recherchiert hatten. Zehn Prozent geben an, die vom Arzt verschriebene Dosierung eines Medikaments nach der Netzrecherche schon einmal verändert zu haben.

    Redaktionsteam
    Das HealthDataSpace-Redaktionsteam umfasst Digithurst und Telepaxx Mitarbeiter verschiedener Abteilungen, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen zu relevanten Themen einbringen. Fragen, Feedback, Anregungen gerne an: info@healthdataspace.de

    KEINE KOMMENTARE

    Kommentieren