Veranstaltungsbericht: Dialogforum „Cyber-Sicherheit – Enabler oder Hemmnisfaktor der Telemedizin“ in Berlin

Veranstaltungsbericht: Dialogforum „Cyber-Sicherheit – Enabler oder Hemmnisfaktor der Telemedizin“ in Berlin

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    Marc Pickardt, Arbeitskreisleiter im Cyber-Sicherheitsrat e.V. (Foto: Cyber-Sicherheitsrat e.V.)

    Wie sieht die Bedrohung durch Cyber-Attacken konkret aus? Welche Bereiche und Schnittstellen sind am stärksten bedroht? Wo herrscht der größte Handlungsbedarf und wie können sichere Lösungen aussehen?

    Im Dialogforum „Cyber-Sicherheit in der Telemedizin“, das der Cyber-Sicherheitsrat e.V. zusammen mit der Universität zu Lübeck in der Vertretung des Landes Schleswig-Holstein beim Bund in Berlin am 29. Juni 2017 veranstaltete, diskutierten Know-How-Träger und Anwender aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diese und weitere Fragen. Denn die neuen Technologien im Gesundheitswesen wie Health Apps oder Video-Sprechstunden erleichtern nicht nur den Alltag von Patienten, Kliniken und Arztpraxen, sie bergen auch Risiken vor allem im Bereich Cyber-Sicherheit und Datenschutz.

    In den zwei Roundtables „Sichere Künstliche Intelligenz“ sowie „Sichere Telemedizin in der hausärztlichen Versorgung“ wurden daher Lösungsvorschläge besprochen, um mit diesen Risiken umzugehen. Davor begrüßten Philipp v. Saldern, Präsident des Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V. und Prof. Dr. Dr. Hendrik Lehnert, Präsident der Universität zu Lübeck, die Teilnehmer und der Vizepräsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Dr. Gerhard Schabhüser, verschaffte einen Überblick über die aktuelle Lage im Bereich IT-Sicherheit in Deutschland. Danach folgten zwei Fachinputs von PD Dr. Schnell, Ärztlicher Direktor des Asklepios Fachklinikum Göttingen, sowie von Marc Pickardt, Zweiter Vorsitzender der Gesundheitsregion Nord e.V. und Business Development Manager von HealthDataSpace. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die diesbezüglichen Herausforderungen nur durch die Zusammenarbeit und den Dialog aller Beteiligten, wie im Rahmen der Veranstaltung, gemeistert werden können.

    Marc Pickardt, der den Roundtable „Sichere Künstliche Intelligenz“ moderierte, fasst die Ergebnisse folgendermaßen zusammen: „Für die Nutzung und Einführung von Künstlicher Intelligenz in der Medizin stellte der Roundtable fest, dass eine große Sorgfalt bei der Auswahl der verwendeten Trainingsdaten erfolgen muss. Trainingsdaten müssen nicht nur von medizinischer Qualität hervorragend sein, sondern auch eindeutig für das Ergebnis passen. Daher forderte u.a. das BSI, dass die Authentizität, wie die Unveränderbarkeit, der Daten von der Erstellung bis zum Training sichergestellt sein muss. Weiterhin diskutierten die Teilnehmer ethische Fragen zur Verwendung von Daten und Trainingsergebnissen. Der Roundtable hat beschlossen, die Diskussion in einer Sondersitzung des Arbeitskreises Gesundheit fortzuführen.“

    Das HealthDataSpace-Redaktionsteam umfasst Digithurst und Telepaxx Mitarbeiter verschiedener Abteilungen, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen zu relevanten Themen einbringen. Fragen, Feedback, Anregungen gerne an: info@healthdataspace.de

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