Digitale Medizin: Diese Trends der letzten Jahre gehören bereits zum Alltag

Digitale Medizin: Diese Trends der letzten Jahre gehören bereits zum Alltag

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    Digital Health Trends gibt es so einige – viele davon wie Virtual Reality oder Pflege-Roboter sind noch Zukunftsmusik. Und einige Trends der letzten Jahre gehören bereits zu unserem Alltag. Ein Überblick.

    3D-Drucker, Digital Tattoos, Künstliche Intelligenz oder das Internet der Dinge – diese und andere Zukunftsthemen werden auch weiterhin an Bedeutung gewinnen. Einen kurzen Überblick über die Trends in der Medizin-IT haben wir bereits in einem früheren Beitrag zusammengestellt. Doch so einige Trends haben es mittlerweile in unseren Alltag geschafft und sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.

    Patient Empowerment: Der informierte Patient managed seine Gesundheit selbst

    Patient Empowerment wird nicht nur von Ärzten für Chroniker und deren Angehörige angewendet, um die Therapietreue zu erhöhen. Immer mehr Patienten informieren sich aktiv im Internet über ihre Gesundheit, Krankheitsbilder, Therapiemethoden, medizinische Eingriffe und Operationen sowie Alternativen zur OP. Dazu schreiben sie Patienten-Blogs, kommentieren in Gesundheits-Foren oder nutzen sogenannte Health Apps zum Self-Tracking bzw. Quantified Self. Dabei messen die Patienten ihre Vitaldaten oder Fitnesswerte wie Blutdruck, Kalorienverbrauch etc. mithilfe von Gesundheits-Apps selbst. Obwohl die Ergebnisse dieser Selbstvermessung bei Ärzten umstritten sind, finden sie bei Nutzern immer größeren Zuspruch, der auch zukünftig weiter anhalten wird. Ob nun Gesundheitstracker, Medizin-Apps, Wearables, Fitness Monitoring oder Smart Watches – Patienten und ihre Angehörigen informieren sich zunehmend selbst über ihre Gesundheit und nutzen dabei vermehrt eHealth, mHealth und Online-Plattformen. Mittlerweile misst sogar jeder dritte Studierende seine Gesundheit online. Wie Patienten diese digitalen Gesundheitshelfer konkret nutzen, darüber haben wir bereits berichtet.

    eHealth, mHealth, Health Cloud: digitale Vernetzung und personalisierte Medizin erleichtert unser Leben

    Im Klinikum Darmstadt verfügen mittlerweile alle Ärzte über Tablets, auf denen sie aktuelle Werte und relevante Informationen zu Patienten abrufen. Aber die digitale Vernetzung sollte idealerweise auch den Patienten mit einbeziehen. Sogenannte Health Clouds ermöglichen, dass Ärzte und Patienten miteinander medizinische Daten, Bilder und Informationen online austauschen können – ganz ohne unhandliche Patienten-CDs oder Befunde in Papierform, die nur per Post bzw. Fax ihren Weg zum Patienten finden. Darüber hinaus werden Personal Health Lösungen immer gefragter – kleine, tragbare Medizingeräte für den Hausgebrauch, die sich zum Telemonitoring eignen. Mehr Informationen unter Zukunftsstudie „Gesundheit im Jahr 2040“ >>

    Videosprechstunde kommt langsam bei Ärzten und Patienten an

    Weltweit ist Telehealth auf dem Vormarsch. Auch in Deutschland entstehen immer mehr Kooperationen zwischen Krankenkassen und Ärzteverbänden. Aus ersten Pilotprojekten lernen Ärzte ergänzend zur regulären Behandlung telemedizinische Anwendungen einzusetzen, wie zum Beispiel die Online-Sprechstunde per Videokonferenz. Und mittlerweile vergüten die Krankenkassen diese sogar. An teilnahmefreudigen Patienten für Telemedizin mangelt es jedenfalls nicht. Wie PwC in ihrer Gesundheitsstudie feststellt, würde fast jeder zweite Bundesbürger für medizinische Dienste und Produkte selbst aufkommen, wenn er damit gesundheitliche Leistungen schneller und unkomplizierter erhalten kann. Und um den eigenen Gesundheitszustand selbst kontrollieren zu können, würden viele Menschen auch neue Angebote nutzen wollen.

     

    Foto: pexels.com

    Redaktionsteam
    Das HealthDataSpace-Redaktionsteam umfasst Digithurst und Telepaxx Mitarbeiter verschiedener Abteilungen, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen zu relevanten Themen einbringen. Fragen, Feedback, Anregungen gerne an: info@healthdataspace.de

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