Trend-Report: Gesundheit wird zum Statussymbol

Trend-Report: Gesundheit wird zum Statussymbol

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    Zehn digitale Trends, die bereits begonnen haben, beschreibt eine aktuelle Studie. Dabei spielt Gesundheit eine zentrale Rolle. Wearables lernen schnell, Big Data gewinnt Vertrauen, Apps erweitern Funktionen und Selbstoptimierung wird zum Volkssport.

    Die Digitalisierung dringt in jeden Lebensbereich ein und verändert ihn nachhaltig. Welche Auswirkungen diese Transformation auf die Gesellschaft hat, schildert die Design- und Innovationsberatung FJORD – ein Tochterunternehmen der Beratungsfirma Accenture – in ihrem Trend-Report 2016. Die Zukunftsszenarien, welche sich auf die Gesundheit beziehen, beschreibt FJORD so:

    1. Intelligente Geräte denken mit

    Wearables (Smartwatches, Fitness-Armbänder) und Nearables (z. B. Amazon Dash) kennen die Bedürfnisse ihrer Nutzer und liefern ihnen speziell auf sie abgestimmte Angebote. Aufwendige Recherchen gehören damit der Vergangenheit an, denn relevante Informationen – auch zu Gesundheitsthemen – und bedarfsgerecht aufbereitete Services – auch für Patienten – sind jederzeit verfügbar. „Mikromomente“ nennt FJORD diese Situationen, in denen Händler, Hersteller und Dienstleister zukünftig präsent sein müssen. Kostenträger und Behörden müssen verständliche Informationen anbieten. Übrigens haben wir bereits darüber berichtet: Warum Menschen Gesundheits-Apps nutzen.

    2. Big Data legt mehr Wert auf Datenschutz

    Vertrauenswürdigkeit spielt für Anwender eine immer größere Rolle. Daher wird sich für das Sammeln, Speichern und Kontrollieren von Daten eine Big-Data-Etikette etablieren. Dazu zählt auch, Datenschutz stärker in die Entwicklung von Technologie und Produkten einzubinden („privacy-by-design“), wie es die bevorstehende EU-Datenschutz-Grundverordnung vorsieht.

    3. Apps entwickeln sich zu Multifunktions-Plattformen

    Viele Apps, die nur eine einzige Funktion erfüllen, gehen in Plattformen und breiteren Angeboten auf. Ein Beispiel ist WeChat, ein chinesisches Messaging-Angebot mit mittlerweile zehn Millionen Dritt-Apps. Andere Plattformen bilden sich rund um Smart-Home-Anwendungen und das vernetzte Auto. Anbieter digitaler Services müssen sich mit folgenden Fragen beschäftigen: In welchen Situationen nutzen Menschen ein Angebot? Welche Plattformen gibt es dafür bereits? Wie kann man die eigene Anwendung so gestalten, dass sie sich dort einspeisen lässt?

    4. Gesundheit als Statussymbol

    Selbstoptimierung verlässt die Nische technikverliebter Kosmopoliten. Fitness-Armbänder und ähnliche Geräte mit Diensten, die Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten auswerten, sind für viele erschwinglich. Die Daten, die sie liefern, machen sich für Verbraucher bezahlt, zum Beispiel beim Abschluss von Versicherungen. Unternehmen werden Produkte und Services zunehmend als Wellness-Schnittstellen anbieten.

    5. Virtuelle Realität: Träume werden wahr

    Jenseits von Computerspielen entstehen erste handfeste VR-Anwendungen auf den Feldern Bildung, Kollaboration, Tourismus und Medizin. Mit den erschwinglichen Geräten, die jetzt auf den Markt kommen (Oculus Rift) oder bereits erhältlich sind (Gear VR von Samsung), können Unternehmen erstmals ernsthaft beginnen, mit VR zu experimentieren, um nicht ins Hintertreffen zu geraten, auch wenn „Killeranwendungen“ für den Massenmarkt noch etwas auf sich warten lassen werden.

    6. Weniger Entscheidungen, mehr Lebensqualität

    Dienste nehmen Menschen Entscheidungen ab, die ihnen die wachsende Zahl digitaler und anderer Angebote abverlangt. Es ist die Stunde von Services wie Google Now, die sich einmal getroffene Entscheidungen merken und sie automatisch wiederholen – und von Abo-Diensten, die dem Kunden das liefern, was er voraussichtlich mag, seien es Bücher, Lebensmittel oder Musik. Die Auswahl treffen Algorithmen.

    Hier gibt es den vollständigen Trend-Report als PDF >>

     

    Foto: ©photodune.net / stockasso

     

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