Health Cloud in Deutschland: Schäfchenwolken anstatt Wolkenteppich

Health Cloud in Deutschland: Schäfchenwolken anstatt Wolkenteppich [Kommentar]

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    Wie steht es um die Health Cloud in Deutschland und welche Rolle spielt der Patient dabei? Ein Kommentar von Andreas Dobler.

    Im deutschen Gesundheitswesen gibt es zahlreiche Ansätze für Cloud Anwendungen im eHealth-Bereich. PACS-Hersteller bieten rund um eine Klinik eine Cloud Extension für ihr Produkt, Facharztgruppen bauen eigene Kommunikationsnetze und Praxen bieten DICOM Bilder über Internet an. Jede Gruppierung ist sich selbst genug. Wer dabei völlig auf der Strecke bleibt: der Patient.

    Warum „Schäfchenwolken“ unpraktisch sind

    Es entsteht ein Flickenteppich an Insellösungen: Dieser wird der Lebenswirklichkeit von Patienten nicht gerecht, die bekanntermaßen mehr als nur einen Arzt aufsuchen. Ein Patient möchte im Fall der Fälle auf ein Konto mit all seinen Medizindaten zugreifen und nicht auf 20 unterschiedliche Apps mit einzelnen Informations-Schnipseln. Zudem möchte der Patient diese Daten mit den Ärzten seines Vertrauens sicher teilen können. Auch größere Kliniken stehen zunehmend vor technischen und kommerziellen Problemen, sehr viele Zugänge zu sehr vielen verschiedenen Netzen zu verwalten. Durch die verkürzten Verweildauern wird eine effektive vor- und nachstationäre Vernetzung immer wichtiger, ist aber durch die unterschiedlichen Standards im stationären und ambulanten Bereich nicht einfach umzusetzen.

    Was einen „Wolkenteppich“ ausmacht

    Mit HealthDataSpace steht erstmals eine flächendeckende, datenschutzkonforme Health Cloud für Deutschland zur Verfügung. Damit kann der Patient auf all seine Medizindaten zugreifen und diese mit seinen Ärzten teilen, egal in welcher Einrichtung er behandelt wird. Kliniken können vorstationär DICOM Bilder und Befunde von Patienten und Ärzten einsammeln und dadurch auch neue Patientengruppen erreichen. Nachstationär stehen den Zuweisern und den weiterbehandelnden Ärzten alle relevanten Informationen zum Patienten datenschutzkonform für eine optimale Verzahnung der Behandlung zur Verfügung. Kliniken erhalten dadurch eine Plattform zur Kommunikation mit dem ärztlichen Umfeld, anstatt eines bunten Straußes an Facharztnetzen. Auch das Patientenrechtegesetz können Kliniken auf diese Weise effektiv umsetzen, nämlich einfach und kostengünstig.

    Eine Health Cloud für alle

    Ganz neu und wichtig für Patienten: mit ihren medizinischen Daten einfach und sicher Zweitmeinungen von Spezialisten einholen. Ärzten bietet HealthDataSpace die Möglichkeit, ihre Kompetenz auch außerhalb der eigenen Einrichtung zu vermarkten – via integriertem Webshop. Auch immer mehr eHealth-Anbieter entscheiden sich für HealthDataSpace als Kommunikationsplattform. So entsteht eine einheitliche Health Cloud für Kliniken, Ärzte und Patienten zum Nutzen aller Beteiligten.

    Foto: ©photodune.net / Galyna_Andrushko

    Andreas Dobler
    Andreas Dobler ist Geschäftsführer von Telepaxx sowie stellvertretender Geschäftsführer von Digithurst. Der Betriebswirt ist seit 1990 im IT-Gesundheitswesen tätig und hält regelmäßig Vorträge zu den Themen Datenschutz und eHealth. Ehrenamtlich engagiert sich der zweifache Familienvater für den Basketballsport in seiner Region. Fragen, Feedback, Anregungen gerne an: info@healthdataspace.de

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