Studie: Digitaler Gesundheitsmarkt wächst schneller als erwartet

Studie: Digitaler Gesundheitsmarkt wächst schneller als erwartet

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Laut einer Roland Berger Studie wächst der Markt für digitale Angebote im Gesundheitswesen schneller als bislang vermutet: Bis 2025 soll das europaweite Marktvolumen voraussichtlich ca. 155 Milliarden Euro betragen – 38 Milliarden Euro davon allein in Deutschland.

Dabei ist die Digitalisierung, insbesondere in Form von Künstlicher Intelligenz (KI), der größte Treiber dieser Transformation, so die neue Studie „Future of Health: Eine Branche digitalisiert sich – radikaler als erwartet„. Für die Publikation hat die Unternehmensberatung Roland Berger 400 internationale Experten aus dem Gesundheitsmarkt befragt.

Größtes Wachstum durch digitale Prävention und KI-Diagnostik

Künstliche Intelligenz wird künftig vor allem in der Diagnose, Überwachung und Prävention eine große Rolle spielen. 20 Prozent der ärztlichen Leistungen könnten durch KI ersetzt werden. Allein das Marktvolumen für Gesundheits-, Diagnose- und Monitoring-Apps soll bis 2025 auf 16 Milliarden Euro steigen.

Krankenkassen bauen digitale Angebote aus

70 Prozent der Experten rechnen damit, dass immer mehr Versicherte relevante Daten zu ihrem Gesundheitszustand digital dokumentieren und ihren Versicherungen freiwillig zur Verfügung stellen im Gegenzug für bessere Konditionen. Fast 80 Prozent erwarten, dass Krankenkassen ihre Versicherten so steuern, dass diese vor allem die eigenen Dienste wie digitale Diagnosen oder Therapieunterstützungen bzw. die bevorzugter Netzwerkpartner in Anspruch nehmen.

Knapp 40 Prozent prognostizieren noch stärker wirksamkeitsbasierte und damit erfolgsabhängige Arzneimittelpreise. Außerdem könnte künftig rund ein Drittel der Medikamente den Patienten direkt ohne Umweg über eine stationäre Apotheke erreichen.

Technologiekonzerne wollen etablierte Player im Gesundheitswesen werden

Der Druck auf die etablierten Unternehmen im Gesundheitswesen wird in den kommenden Jahren zunehmen, da branchenfremde Marktteilnehmer für Konkurrenz sorgen. So sind 60 Prozent der Befragten sicher, dass die großen Technologiekonzerne wie Amazon, Apple, Google & Co. im Jahr 2025 zu den etablierten Akteuren im Gesundheitswesen zählen werden. 65 Prozent der befragten Experten prognostizieren, dass die Akteure ihre IT-Systeme angleichen und zentrale Plattformen für den Datenaustausch schaffen werden.

Neue Konkurrenz entsteht auch durch Startups, die mit innovativen Ideen die etablierten Unternehmen herausfordern. Aufgrund der positiven Marktaussicht müssen sie sich momentan keine großen Sorgen um die Finanzierung machen, solange sie ein gutes Geschäftsmodell haben.

 

Grafik: Roland Berger 

Redaktionsteam
Das HealthDataSpace-Redaktionsteam umfasst Digithurst und Telepaxx Mitarbeiter verschiedener Abteilungen, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen zu relevanten Themen einbringen. Fragen, Feedback, Anregungen gerne an: marketing@healthdataspace.de

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